Reisen

                                                 oder:  "Auf dem Weg nach Morogoro"

dieses Thema begleitet mich schon mein ganzes Leben.

Unterwegs sein, fremde Menschen, Kulturen und Länder - Landschaften sehen und kennenlernen. Was kann es Schöneres geben? Was kann unseren eigenen kleinen Horizont besser erweitern? Zu merken das man lebendig ist, wie und wo andere Menschen leben und alles in sich auf zu saugen, das ist der Traum den ich leben möchte.

 Ich war schon zu Fuß, mit dem Rad, mit Bahn,Auto und Flugzeug unterwegs,doch am liebsten sitze ich beim Reisen auf einem Motorrad. Nicht nur das ich Motorrad fahren liebe, sondern ich habe die Erfahrung gemacht das die Umwelt - die Menschen - einem "offener" entgegentreten und das das Erleben der Landschaft intensiver ist.

Ich bin schon als kleiner Junge immer mit den Jugendgruppen und Pfadfindern von Volkmarode unterwegs gewesen, Waren es am Anfang noch das Zelten im Volkmaroder Forst oder etwas weitere Ausflüge in die Heide oder den Harz, so folgten doch bald erste Reisen ins europäische Ausland. Ob Österreich, die Schweiz, Italien, Jugoslawien, Norwegen, Schweden, Frankreich - egal es wurde unsicher gemacht. Später folgten dann auch England, die Türkei und dann Ägypten. Mit 29/30 wurde dann der erste richtig große Reisetraum wahr. Aus dem Gedanken einen Freund in Australien zu besuchen, und wenn man schon mal da ist sich auch noch Neuseeland anzuschauen wurde etwas ganz Anderes. Denn der Mann im Reisebüro fragte: Wollen Sie hin und zurück, oder einmal rum? Das ist ja schliesslich auf der anderen Seite der Welt und es kostet nicht mehr ,einmal rum zu fliegen, als hin und zurück und 6 Zwischen-stationen ohne zusätzliche Kosten kann man auch noch machen. Die Idee war geboren. Es wurde eine 3-monatige Reise einmal um die Welt daraus. Frankfurt-Thailand-Singapur-(Bali/Indonesien)-Australien-Neuseeland-Hawai-Los Angeles-Florida-Frankfurt. Zuhause beneideten mich alle - so lange weg - unterwegs fanden alle ich rase ja um die Welt - viele die ich unterwegs traf waren allein in Asien oder Australien mindestens ein Jahr unterwegs. Von da an hatte mich spätestens das Reisefieber unheilbar infiziert. Es sind inzwischen (sehr zum Leidwesen meiner Bank, die lieber das Geld als Kreditabzahlung sehen würde -hi,hi) viele Reisen in viele Länder dieser Welt dazu gekommen. Ob die Malediven, ob eine Rundreise durch die asiatischen Länder (Hongkong, Singapur und Thailand) ob noch 2 mal Australien und noch 1 x Neuseeland, ob Namibia, Südafrika, die Seychellen, Kanada, Alaska, und immer wieder viele Etappen in Europa oft mit dem Motorrad - durch Deutschland, Italien (Dolomiten) und auch sehr gerne nach Spanien (in die Pyrinaen), ob allein oder mit Familie. Wie ja schon eingangs erwähnt: Je mehr ich sehe, umso mehr weiß ich noch nicht gesehen zu haben.

Mein großer Traum ist es momentan ein mal um die Welt mit dem Motorrad zu fahren. Natürlich habe ich nicht die Zeit das Ganze in einem Stück zu fahren, darum habe ich mir immer maximal 4 Wochen pro Jahr "Auszeit" von Arbeit und Familie genommen um diesen Traum in Etappen zu verwirklichen. Ich war zwar schon in allen Kontinenten mit dem Motorrad unterwegs, aber eben nicht durchgängig. Nach Versuchen 2005 und 2006 mit der Umrundung zu starten, was jeweils an den politischen Situationen in den Ländern des Vorderen Orient scheiterte, war ich dann 2005 4 Wochen mit der Varadero in der Türkei unterwegs und 2006 war ich mit Wheel of India in Indien/Rajasthan mit einer Enfield Bullet unterwegs. 2007 ging es dann los mit einer Etappe von Kenia/ Mombasa über Tansania, Malawi, Sambia, Botswana, Namibia bis Süd Afrika/Kapstadt. Ein einmaliges Angebot (eine Scouting Tour mit Edelweiss Bike Travel in Japan) ließ uns noch mal in 2007 16 Tage aktiv werden. Mit unglaublichen Eindrücken eines faszinierenden Landes. 2008 folgte dann die erste Südamerika Etappe. Sie sollte von Chile über Peru, Bolivien zurück nach Chile und Argentinien gehen, wobei Heide diesmal die ersten 2 Wochen mitkommen wollte. Leider kam es nach 12 Tagen in Bolivien (bei La Paz) zu einem unglücklichem Sturz, der die Reise vorzeitig in Bolivien zum Abbruch brachte. Bis dahin hat mich/uns aber Südamerika völig fasziniert. Heide will zwar nie wieder auf das Mopped steigen, für mich wird es aber spätestens 2010 in Südamerika weitergehen. 

Inzwischen kam die zweite Südamerika Tour dazu, eine Reise nach Dakar und zwei Reisen durch Nordamerika. Einmal von Cancun bis Los Angeles - quer durch Mexiko und zum zweiten von Vancouver bis Alaska und zurück.                             Als nächste grosse Tour geht es diesmal wieder mit Edelweiss nach Tibet und dann im Spätherbst das dritte mal nach Südamerika um diesmal hoffentlich den Salar de Uyuni zu erreichen. Ein Ziel das ich schon zweimal anvisiert hatte.

Nachdem es nun im Laufe der Zeit einige Reisen mehr geworden sind und ich schon einge Blogs vollgeschrieben habe, werde ich ab jetzt unter der Web Adresse: www.henning-unterwegs.de von meinen kommenden Reisen berichten.

Mein neuestes Projekt ist ein Land Rover Freelander mit einem "Anhänger".

Man wird ja nicht jünger, und nach der Tour in Alaska (der kälteste und regenreichste Sommer seit Aufzeichung in Alaska! - und das mit dem Motorrad - weiter brauche ich wohl nichts dazu zu sagen!) -

Den Freelander habe ich etwas umgerüstet und eine zweite Batterie mit Trennrelais eingebaut und den Anhänger lass ich mir speziell anfertigen. Es wird ein geschlossener Kastenanhänger auf dessen Deckel ein Autodachzelt aufgesetzt wird. Der Anhänger soll sämtliche Campingutensilien behergen, so das alles "hinten dran" ist was man zum campen braucht. Man kann den Anhänger halt auch mal abhängen und in Städte fahren oder falls man mal Etappen ohne Campen/Anhänger fahren will (auch mit weniger Gewicht/Gepäck) kann man ihn  einfach irgendwo sicher abstellen.       The Story will to be continued!!

Aber nun geht es erstmal wieder Richtung Südamerika mit dem Mopped.

Henning

Braunschweig, den 05.10.2013

ach ja, diese Teile der Welt durfte ich mir schon selbst ansehen:



http://www.travbuddy.com/world-travel-map

Inzwischen sind es zwar schon 38 %, oder eben erst 38% der Welt (China, Kuba und einige nordafrikanische Länder kamen hinzu) -aber ihr seht selbst, wieviel ich noch nicht kenne!!! (Braunschweig, den 05.10.2013)

ab hier sind die Berichte der letzten reisen hinterlegt:

Baltikum 2008 mit Arne und Peter

Heute haben wir den 27.08.2008

in wenigen Minuten holen mich meine beiden Mitreisenden Arne und Peter ab, und dann geht die Fahrt in die neuen europäischen Länder los. Wir haben lange überlegt zwecks des Wetters - denn bei Dauerregen Motorrad zu fahren macht nicht wirklich Spaß - aber wir wollen es wagen.

Da wir zu dritt unterwegs sein werden und jeder andere Impressionen von der gleichen Reise hat möchte ich mal versuchen, das wir alle drei hier unsere Kommentare zu unserer Reise niederschreiben. Wir werden sehen. Allen die hier mitlesen: Viel Spass - ich hoffe den werden wir auch haben.

Der Reiseverlauf: von Braunschweig aus nach Rostock auf die Fähre, die legt am 28.08 um 3.30 ab, und fährt über Helsinki nach Tallinn (wo Sie am 30.08 um 11.00 Uhr ankommen soll). Von dort wollen wir über die Insel Sareema, Riga, Vilnius und die polnische Ostseeküste wieder gen Braunschweig fahren.

Tallinn, den 29.08.2008

Henning (H:): Bei wolkigem, aber regenlosem Wetter gings es auf Nebenstrecken nach Rostock, abends haben wir noch in einem netten Fischrestaurant (Borwins) gegessen und dann ging es um 23.30 zur Fähre. Die Reise mit der Fähre war sehr entspannend, man lässt allen Stress hinter sich. Nach ca. 30 Stunden (also 2 Nächten) sind wir in Tallinn angekommen. Eine wunderschöne Stadt, die wir uns bei einem langen Spaziergang angeschaut haben. Eigentlich schon eine schöne Metropole steht sie dem Westen in nichts nach, eher umgekehrt.


Arne (A:): So richtig entspannend war die Fahrt natürlich nur für Henning, denn der hat in der gut belüfteten Kabine am lautesten geschnarcht. Dank grossvolumigem Schiffsdiesel und estnischem Bier ging es dann aber. Alle Befürchtungen über schmuddelige Kabinen erwiesen sich als haltlos.

Peter (P.): Tallin entspricht überhaupt nicht meinen vorstellungen , ich habe eine halb verfallene Stadt erwartet, und Tallin ist ganz anders-sehr Schick ,es wird viel gebaut und renoviert. Mit unseren Motorrädern ist alles in Ordnung-die sind immerhin auch schon etwa 400 km gelaufen ; )

A: Henning zwingt uns, etwas über Motorräder zu schreiben, nun hab ich es.

Nachtrag: wir haben uns heute abend in ein Taxi gesetzt und nach einem guten Fisch-Restaurant gefragt - er fuhr uns zu:

Mookkala; Kuninga 4, Tallinn - das Essen und das Ambiente waren ein Traum - ganz grosser Tip!!!                                 und tschüss

31.08.2008 Riga

Henning - Wir sind von Tallinn aus gestartet zur Insel Saremma, eine sehr schoene Insel, wunderschoene Landschaften, schoene Nebenstrecken (unasphaltiert und es ist erlaubt jede zu fahren), aber Touristennepp ohne Ende. Darum haben wir uns dann entschlossen noch an dem Tag weiter nach Paernu zu fahren, wo wir abneds eintrafen. Eine nette kleine Stadt (Hostel Hommiku - empfehlenswert), eine gute Pizzeria und die beiden Rauch- und Saufnasen muessen wieder in irgendeine Spelunke gehen wo sie draussen im Kalten rauchen koennen und Ihren Wodka saufen. Heute dann weiter nach Riga. Erstmal ueber schoene sandige Nebenstrecken in die Stadt. Dann die Stadt angesehen. Anders als Tallin, aber trotzdem wunderschoen. Noch staerkere Gegensaetze von arm und reich.

A: Das Hauptproblem ist die fehlende Zeit, mann hetzt von A nach B - irgendwie muss mann ja die Entfernungen ueberwinden und hat dabei nie Alles, wenn man sich eine nette Stadt ansehen will, knappst man am Fahrspass. Gluecklicherweise kenne ich Riga schon und habe daher nicht gaz so grosse Angst, etwas zu verpassen. Morgen geht es dann weiter an die Kurische Nehrung

P. Gestern eine Tagesetappe von 430 km uber kaum befahrene , asphaltierte Strassen , heute nur etwa 180 km dafur aber Schotter! Aktuell Riga ,eine unglaublich schone Stadt.

Nachtrag: das Restaurant Salt n Pepper in Riga - sehr empfehlenswert

01.09.2008 - Klaipeda (Litauen) - Nichtalkoholtag in Litauen - wat nen Scheiss

H: Heute sind wir von Riga aus ca. 330 km gefahren, davon ca. 100 km Schotter und Sandpisten. Zum einen die Strecke in die Stadt Auche (dort fuehren nur ungeteerte Strassen hin, zum anderen sind wir wunderbare Wege in einem Nationalpark in Lettland gefahren, der komplett nur ungeteerte Wege hat. Die 650 BMW hat es schon teilweise zerlegt (ein Simmering und die hintere Kunststoffabdeckung des Hinterrades - Peter macht keine Sprueche ueber KTM mehr). In Klaipeda (Litauen) im SAS Radisson zu einem Sonderpreis abgestiegen (sehr gutes Hotel), dann mal mit der Faehre zur kurischen Nehrung uebergesetzt und am Abend mal wieder sehr gut gegessen (Friederico Pasazas). Das Wetter haelt sich weiterhin phantastisch.

P: schlaeft

04.09.2008 Danzig

H: So, von Klaipeda aus wollten wir eigentlich nach Marja,pole in Litauen. Wir sind auf unasphaltierten Wegen entlang der russischen Grenze zu der Enklave Kalliningrad (Koenigsberg) entlanggefahren. In Marjampole angekommen fanden wir nur eine tote Stadt vor und entschlossen uns weiter bis nach Suwalki/Polen zu fahren. Leider fing es auf der Fahrt nochg etwas an zu regnen - ich hatte ja nur fuer Litauen fuer gutes Wetter nachgefragt. Wir fanden ein nettes Hotel und ein noch besseres Restaurant. Am naechsten Tag ging es bei strahlendem Sonnenschein auf kleinsten unasphaltierten Strecken durch die masurische Seenplatte, dann aber auf den Hauptstrassen Richtung Elbing mit einem Abstecher an den Elblag (einen kuenstlich geschaffenen Holzkanal). In Elbing kamen wir wieder gut unter, am naechsten Tag ein durch hervorragendes fruehstueck gestaerkt ging es mit leichtem Nieselregen ueber Marienburg (3 groesstes Burganlage Europas) nach danzig. Eine traumhafte Stadt. Polen hat fuer mich immens gewonnen. Es ist bestimmt nicht das letzte Mal in diesem Land und in dieser Stadt. Ganz zu schweigen von den traumhaften unasphaltierten Wegen.

A. Landschaftlich ist die Fahrt durch Polen durch die viel kleineren Strassen und die huegelige Landschaft wesentlich schoener und attraktiver als das Baltikum mit den langen und breiten Schotterpisten durch endlose Waelder. Viel zu sehen - so man nicht so rast - und sehr interessant sind die Reste der einst prachtvollen Besiedelung, riesige aber auch meist zerfallene Gueter, das Land geschunden durch zwei Weltkriege und wechselnde Besiedelung, voellig zerstoerte und teilweise wieder aufbluehende Staedte. Die Zeit scheint einfach stehengeblieben zu sein, einfachstes Leben auf dem Land und ueberquellende Staedte. Chaotischer Strassenverkehr abseits der Nebenstrecken auf voellig ueberlasteten Landstrassen, notduerftig geflickte Bruecken.

Heute in Danzig auf der Suche nach einem bezahlbaren Hotel auf ein Appartment gestossen,  dessen drei Schlafraueme sich ueber drei Etagen bis hin zur Dachterasse mit Blick ueber die Sadt entpuppte, Klasse!

P: Mein Motorrad hat es noch nicht zerlegt! Ich bin aber schwer dabei.Es liegt aber auch an der bekloppten Streckenfuhrung von Henning ,der uns durch die Wuste fuhrt-Schlamm ,Schotter ,Schei...! Im ubriegen ist alles OK und ich fuehle mich fast wie zu Hause ; )

Braunschweig, den 06.09.2008

H: Von Danzig aus ging es über kleine Nebenstrecken zunächst nach Kolberg. Irgendwann wurden dann die kleinen Nebenstrecken für Peter doch noch etwas zu schwierig, so das er und Arne sich entschlossen auf kleinen Nebenstrassen Richtung Kolberg zu fahren. Ich wollte (da es der letzte Tag ohne Asphalt war) mir doch noch die volle Breitseite geben - und habe sie auch bekommen - Matschpisten vom Feinsten - so schlingerte ich dann Richtung Kolberg. Da Arne sich am nächsten Tag Richtung Mecklenburg Vorpommern aufmachen wollte, entschlossen Peter und ich uns auch nach Hause zu fahren. Um nicht am nächsten Tag eine Riesenstrecke vor uns zu haben, entschlossen wir uns dazu noch am gleichen Tag nach Swinnemünde weiterzufahren, wo wir abneds eintrafen. Zunächst war die Hotelsuche etwas schwierig, da das Wochenende anfing und fast ganz Swinnemünde ausgebucht war. Wir haben uns dann aber noch auf zwei Hotels verteilt und so die letzte Nacht in Polen verbringen können. Gegessen wurde diesmal in den Fischbuden am Strand - super! Am Sonnabend gings es denn auf kleinen Nebenstrecken Richtung Heimat.

Wir sind wieder da!!!!  Bilder folgen in Kürze (es ist die wohl bestfotografierteste Reise, bei drei Verrückten, die ständig mit der Kamera rumgelaufen sind)

kurzer bericht von der tour mit edelweiss bike travel nach israel und jodanien:

ich wollte ja eigentlich auf dem landweg nach israel und jordanien - dies lässt/ließ sich aber einfach nicht bewerkstelligen, dann kam eine mail von edelweiss bike travel mit einem vorschlag für eine motorradreise nach israel und jordanien als scouting tour. da ich mit edelweiss schon sehr gute erfahrungen gemacht habe, meldete ich mich spontan zu dieser tour an. was sich im nachhinein auch als gute entscheidung entpuppen sollte.

Am 26.10 ging es also mit dem Flieger nach Tel Aviv. Dort traf ich auf den Rest der Reisegruppe: ( 8 Amerikaner, 3 Esten und meine Wenigkeit  + 2 deutsche Tourguides). Am 27.10 holten wir die Maschinen aus dem Zoll (1/2 Tag) und los ging es. Die gesamte Tour sollte als Punkte Tel Aviv - Elat - Petra (Jordanien) - Wadi Rum - Aquaba - (Elat) - Jerusalem - Rote Meer - Golan Höhen - Akko - Haifa - Tel Aviv haben. Vorweg schon mal wir haben alle Punkte anfahren können, nach Jordanien kamen wir allerdings nicht mit den Motorrädern rein. Höhepunkte waren für mich Petra, Wadi Rum und Jerusalem. Die Reise hat mich fasziniert, mir zugleich aber gezeigt wie stark der Hass , die Ängste und die stets vorhandene unterschwellige Aggression in Israel sind. Ich habe wunderschöne Landstriche gesehen und fotografiert und Weltgeschichte an Orten wie Petra und Jerusalem einatmen dürfen, aber wie gesagt auch mitbekommen müssen das es einfach keine Art von miteinander zwischen den einzelnen "Religionsgruppe/Bevölkerungsgruppen" gibt. Noch nicht einmal die "normalen" und orthodoxen Juden leben miteinander, auch diese Gruppen leben nur nebeneinander. Es gibt keinerlei Berührungen (keine gemeinsamen Kindergärten, Schulen oder ähnliches). Obwohl alle Menschen Bürger des Staates Israel sind gelten für alle unterschiedliche Rechte und Pflichten. Meiner Meinung kann aber ein Land und Menschen nur zusammenwachsen, wenn versucht wird den Anderen zu verstehen und ein Miteinander zu leben. Dies wird aber (so habe ich es zumindest empfunden) nicht versucht - und zwar von keiner Gruppe. Ich hoffe es wird eines Tages ein Einlenken aller beteiligten Gruppen geben, was durch die neuerlichen kriegerischen Auseinandersetzungen in Gaza wieder schwieriger geworden sein dürfte. Ich möchte will und kann hier keine Schuldbekundungen irgend einer Seite zuschieben, denn Kriege können nie Verbesserungen für Menschen erreichen. So, jetz aber Ende des politischen/religiösen Exkurses - ohne den aber ein solcher Landstrich nicht zu betrachten ist - Die Reise war und wird für mich unvergesslich sein, nicht zuletzt durch die Mitreisenden. Eine bunte Gruppe, in der gelacht, erlebt und auch heftig diskutiert wurde. Auch und gerade dies machte diese Reise für mich erlebenswert. Edelweiss wird diese Reise wohl so und auch nicht in anderer Form mehr anbieten und so bin ich froh diese Tour mitgemacht zu haben. Am 09.11 hat mich dann die kalte Realität in Deutschland wieder empfangen. Allen anderen kann ich nur sagen das Edelweiss Bike Travel sowohl diese als auch die Japan Scouting Tour für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht haben - an dieser Stelle mal ein Dank dafür. Ihr dürft das gerne als Schleichwerbung ansehen, Gutes kann und soll man gerne weiterenmpfehlen.

Henning